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Verständnis und Konfiguration des SAS PC Files Servers für 64-Bit- und Unix/Linux-Umgebungen

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Der Zugriff auf Microsoft Office-Dateien (Excel, Access) von SAS© aus kann sich als komplex erweisen, wenn man in einer 64-Bit-Umgebung oder auf Nicht-Windows-Betriebssystemen (wie Linux oder Unix) arbeitet.

In diesen Konfigurationen ist die traditionelle Verwendung von ODBC-Engines oder DDE-Links oft nicht direkt möglich. Die Lösung liegt in der Verwendung des SAS© PC Files Servers in Kombination mit der Option DBMS=EXCELCS. Dieser Artikel fasst die Voraussetzungen, die Syntax und die von der Benutzergemeinschaft identifizierten wichtigen Punkte zusammen.

1. Das Konzept: Warum ein „PC Files Server“?

Wenn Ihr Haupt-SAS©-Server auf einem Unix- oder Linux-ähnlichen Betriebssystem läuft (von Puristen oft als „echtes OS“ bezeichnet), kann er nicht nativ mit den Microsoft-Treibern (JET oder ACE) kommunizieren, die zum Lesen von .xls-, .xlsx- oder .mdb-Dateien erforderlich sind.

Wie durch technische Austausche bestätigt wurde, müssen Sie über einen separaten Windows-Rechner verfügen.

  • Die Rolle des PC Files Servers: Er wird auf diesem zwischengeschalteten Windows-Rechner installiert. Er fungiert als Gateway (Brücke).

  • Der Datenfluss: Ihr SAS© (auf Linux/Unix) sendet eine Anfrage an den PC Files Server (auf Windows), der die Excel/Access-Datei über die lokalen Treiber abfragt und die Daten an SAS© zurücksendet.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie in Ihrer Infrastruktur keinen Zugriff auf einen Windows-Rechner haben, um diese Komponente zu hosten, kann diese Lösung nicht umgesetzt werden.

Note :
Um mit diesem entfernten Server zu interagieren, wird die EXCELCS-Engine in den Import- und Exportprozeduren verwendet.

Beispiel für SAS©-Code
Dies ist die Standardstruktur für den Export und Import von Daten über den PC Files Server:
1/* Export vers Excel */
2PROC EXPORT
3 DATA = ma_lib.mon_dataset
4 OUTFILE = "C:\Chemin\Vers\Fichier.xlsx" /* Chemin sur le serveur Windows */
5 DBMS = EXCELCS
6 REPLACE;
7 SERVER = "NomDuServeurWindows"; /* ou adresse IP */
8 PORT = 9621; /* Port par défaut, à vérifier */
9 SSPI = YES; /* Authentification Windows intégrée */
10RUN;
11 
12/* Import depuis Excel */
13PROC IMPORT
14 OUT = ma_lib.mon_dataset_import
15 DATAFILE = "C:\Chemin\Vers\Fichier.xlsx"
16 DBMS = EXCELCS
17 REPLACE;
18 SERVER = "NomDuServeurWindows";
19 PORT = 9621;
20 SSPI = YES;
21RUN;
DBMS=EXCELCS: Gibt an, dass das Client/Server-Modell für den Zugriff auf PC-Dateien verwendet wird.

SERVER= und PORT=: Geben den Standort des PC Files Servers an.

SSPI=YES: Aktiviert die integrierte Windows-Authentifizierung (Integrated Windows Authentication), wodurch das Hartcodieren von Passwörtern oft vermieden wird.

3. Wichtige Punkte und Einschränkungen

Bei der Implementierung dieser Lösung wurden mehrere technische Fallstricke identifiziert (basierend auf den Usage Notes SAS© 35064 und 41060):

  • Windows-Dienst und Netzlaufwerke: Wenn der SAS© PC File Server als Windows-Dienst installiert ist, erkennt er möglicherweise keine zugeordneten Netzlaufwerke. Es ist oft notwendig, UNC-Pfade zu verwenden (z.B. \\server\freigabe\datei.xlsx) oder die Berechtigungen des Kontos zu überprüfen, das den Dienst startet.

  • Nicht unterstützte Optionen: Im Gegensatz zu klassischen Import-Engines unterstützen die Engines EXCELCS und PCFILES möglicherweise einige praktische Optionen wie GETNAMES= oder MIXED= nicht. Sie müssen auf die Struktur Ihrer Quell-Excel-Dateien achten.

4. Dokumentation und Installation

Für die Installation und erweiterte Konfiguration (insbesondere für Administratoren) wird empfohlen, die offizielle Dokumentation zu konsultieren:

  • SAS©/ACCESS(R) Interface to PC Files: Reference.

  • Konsultieren Sie insbesondere die Abschnitte zum LIBNAME Statement“, zur „Pass-Through Facility“ für Linux/Unix und das Kapitel PC Files Server Administration“.

Der SAS© PC Files Server ist ein unverzichtbares Werkzeug für die Interoperabilität zwischen robusten SAS©-Umgebungen (Unix/Linux 64-Bit) und der Windows-Office-Welt. Obwohl er eine gemischte Infrastruktur erfordert (ein dedizierter Windows-Rechner ist notwendig), bietet er eine standardisierte Methode über DBMS=EXCELCS zur Automatisierung von Datenflüssen.