Die Aktion cChart erstellt c-Regelkarten, die eine Art von Regelkarte für Attribute sind. Eine c-Regelkarte zeigt die Anzahl der Nichtkonformitäten (Defekte) in jeder rationalen Untergruppe an. Es ist wichtig zu beachten, dass eine c-Regelkarte erfordert, dass die Anzahl der Inspektionseinheiten in jeder Untergruppe konstant ist. Diese Aktion ist entscheidend für die statistische Prozesskontrolle (SPC), um die Stabilität eines Prozesses zu überwachen, indem die Anzahl der Defekte pro Einheit oder Bereich verfolgt wird.
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
| allN | Wenn auf True gesetzt, werden alle Untergruppen einbezogen, unabhängig davon, ob die Stichprobengröße der Untergruppe der nominalen Stichprobengröße entspricht. |
| chartsTable | Gibt die Ausgabedatentabelle für die Zusammenfassung der Regelkarten an. |
| display | Gibt eine Liste von Ergebnistabellen an, die zur Anzeige an den Client gesendet werden sollen. |
| exChart | Wenn auf True gesetzt, wird eine Regelkarte nur dann in die Ergebnisse aufgenommen, wenn Ausnahmen auftreten. |
| groupByLimit | Unterdrückt die Analyse, wenn die Anzahl der Gruppen den angegebenen Wert überschreitet. |
| limitN | Gibt eine nominale Stichprobengröße für die Kontrollgrenzen an. |
| limitsTable | Gibt die Datentabelle für die Kontrollgrenzen an. |
| no3SigmaCheck | Wenn auf True gesetzt, werden Tests auf spezielle Ursachen aktiviert, wenn die Kontrollgrenzen keine Drei-Sigma-Grenzen sind. |
| outLimitsTable | Gibt die Ausgabedatentabelle für die Kontrollgrenzen an. |
| outputTables | Listet die Namen der Ergebnistabellen auf, die als CAS-Tabellen auf dem Server gespeichert werden sollen. |
| primaryTests | Fordert einen oder mehrere Tests auf spezielle Ursachen für die primäre Regelkarte an. |
| processName | Gibt die Variable in der Eingabedatentabelle an, die die Namen der zu analysierenden Prozesse enthält. |
| processValue | Gibt die Variable in der Eingabedatentabelle an, die die zu analysierenden Prozessmessungen enthält. |
| sigmas | Gibt die Breite der Kontrollgrenzen als Vielfaches des Standardfehlers der Untergruppen-Zusammenfassungsstatistik an. |
| subgroupN | Gibt die Stichprobengrößen der Untergruppen für Attribut-Regelkarten an. |
| subgroupName | Gibt die Variable in der Eingabedatentabelle an, die die Namen der Untergruppenvariablen enthält. |
| subgroupValue | Gibt die Variable in der Eingabedatentabelle an, die die Untergruppenwerte enthält. |
| table | Gibt die Einstellungen für eine Eingabetabelle an. |
| test2Run | Gibt die Länge des Musters für Test 2 an. |
| test3Run | Gibt die Länge des Musters für Test 3 an. |
| testNStd | Wenn auf True gesetzt, werden Tests auf spezielle Ursachen mit variierenden Stichprobengrößen der Untergruppen aktiviert. |
| testOverlap | Wenn auf True gesetzt, werden Tests auf spezielle Ursachen auf überlappende Punktmuster angewendet. |
Dieser SAS-Code erstellt eine Tabelle namens 'circuit', die die Anzahl der Defekte ('defects') für verschiedene Produktionschargen ('batch') von Leiterplatten enthält. Diese Art von Daten ist ideal für die Erstellung einer c-Regelkarte, um die Anzahl der Nichtkonformitäten pro Einheit zu überwachen.
| 1 | DATA mycas.circuit; |
| 2 | DO batch = 1 to 30; |
| 3 | DO i = 1 to 5; |
| 4 | defects = floor(uniform(0)*5) + 3; |
| 5 | OUTPUT; |
| 6 | END; |
| 7 | END; |
| 8 | RUN; |
Dieses Beispiel zeigt, wie eine einfache c-Regelkarte mit der Aktion `spc.cChart` erstellt wird. Es verwendet die Tabelle 'circuit', wobei 'defects' die Prozessvariable und 'batch' die Untergruppenvariable ist. Die resultierende Regelkarte wird in der Ausgabetabelle 'mycas.circuit_chart' gespeichert.
| 1 | PROC CAS; |
| 2 | spc.cChart / |
| 3 | TABLE={name='circuit'}, |
| 4 | processValue='defects', |
| 5 | subgroupValue='batch', |
| 6 | chartsTable={name='circuit_chart', replace=true}; |
| 7 | RUN; |
Dieses Beispiel erstellt eine c-Regelkarte und führt gleichzeitig Tests auf spezielle Ursachen durch (Tests 1, 2 und 3). Es verwendet eine separate Tabelle 'mycas.limits' zur Angabe vordefinierter Kontrollgrenzen. Die Option `testNStd` ist aktiviert, um Tests auch bei variierenden Stichprobengrößen zu ermöglichen, und `no3SigmaCheck` erlaubt die Durchführung von Tests, auch wenn die Grenzen nicht die Standard-3-Sigma-Grenzen sind. Die Ergebnisse, einschließlich der Regelkarte und der Grenzwerte, werden in den Tabellen 'mycas.circuit_chart_detailed' bzw. 'mycas.circuit_limits_out' gespeichert.
| 1 | PROC CAS; |
| 2 | /* Zuerst eine Grenzwerttabelle erstellen */ |
| 3 | DATA mycas.limits; |
| 4 | _LCLC_ = 1; |
| 5 | _UCLC_ = 9; |
| 6 | _MEAN_ = 5; |
| 7 | _SIGMAS_ = 3; |
| 8 | _VAR_ = 'defects'; |
| 9 | _SUBGROUP_ = 1; |
| 10 | RUN; |
| 11 | |
| 12 | /* cChart-Aktion mit erweiterten Optionen ausführen */ |
| 13 | spc.cChart / |
| 14 | TABLE={name='circuit'}, |
| 15 | processValue='defects', |
| 16 | subgroupValue='batch', |
| 17 | limitsTable={name='limits'}, |
| 18 | outLimitsTable={name='circuit_limits_out', replace=true}, |
| 19 | chartsTable={name='circuit_chart_detailed', replace=true}, |
| 20 | primaryTests={test1=true, test2=true, test3=true}, |
| 21 | testNStd=true, |
| 22 | no3SigmaCheck=true; |
| 23 | RUN; |
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